Unterstützung für Pilatus Flugzeugwerke

Viel Kritik für Schweizer Aussendepartement

Hauptsitz der Pilatus Flugzeugwerke in Stans.

Bürgerliche Politiker kritisieren, dass es den Pilatus Flugzeugwerken verboten wurde, Dienstleistungen in Saudi Arabien und in den Vereinigten Emiraten anzubieten. 

Die Diskussion um die Pilatus Flugzeugwerke geht weiter. Ende Juni hatte das Schweizer Aussendepartement entschieden, dass die Stanser Flugzeugbauerin in Saudi Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten keine Wartungsarbeiten mehr leisten darf. Sie würden damit gegen das Söldnergesetz verstossen. Bürgerliche Politiker kritisieren den Entscheid nun, wie die Luzerner Zeitung schreibt. Grosser Kritikpunkt ist vor allem, dass offenbar ein Sektionsleiter und nicht Bundesrat Cassis den heiklen Entscheid gefällt hatte. Das obwohl der Entscheid gemäss den aufgebrachten Politikern grosse Auswirkungen auf die Schweizer Exportwirtschaft haben könnte.  

Wirtschaftsdepartement hatte grünes Licht gegeben
Hinzu kommt, dass die Pilatus Flugzeugwerke die Erlaubnis des Wirtschaftsdepartements hatte, den Wartungsarbeiten nachzugehen. Pikant ist ausserdem, dass das Wirtschaftsdepartement erst über die Medienmitteilung des Aussendepartements vom Verbot erfahren hatte.

Pilatus droht mit Verlagerung oder Verkauf
Die Pilatus Flugzeugwerke hatten nach dem Verbot Ende Juni bereits angekündigt, den Entscheid nicht hinnehmen zu wollen. Sie wehren sich daher vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen den Entscheid. Verlieren die Pilatus Flugzeugwerke, so sehe man sich gezwungen, entweder das Militärgeschäft ins Ausland zu verlagern oder das Geschäft ganz zu verkaufen. In beiden Fällen würden Schweizer Arbeitsplätze verloren gehen, so Verwaltungsratspräsident Oskar J. Schwenk.

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