Luzerner Frauenstreik-Komitee reicht Petition ein

Gleichstellung von Mann und Frau soll vorangetrieben werden

Am Freitag wurde vor dem Luzerner Regierungsgebäude eine Petition zur Gleichstellung von Mann und Frau eingereicht.

Der Luzerner Kantonsrat soll die Gleichstellung von Mann und Frau als Schwerpunkt ins Legislaturprogramm aufnehmen und einen Planungsbericht vorlegen. Das fordert eine Petition, die rund 30 Frauen am Freitag der Luzerner Regierung übergaben.

Die stellvertretende Staatsschreiberin Michèle Bucher nahm die Petition entgegen, wie das Luzerner Frauenstreik-Komitee mitteilte, das hinter dem Begehren steht. Es will damit die Anliegen für tatsächliche Gleichstellung, die am Frauenstreik vom 14. Juni gefordert wurden, in den politischen Alltag der kommenden Legislatur bringen.

Von einem Planungsbericht erwarten die Petitionärinnen eine Gesamtübersicht der bestehenden, bereits geplanten und weiteren Massnahmen zur Gleichstellung. Der Regierungsrat soll die Gleichstellung von Frau und Mann im Kanton Luzern gezielt und koordiniert voranbringen, die in einem eigenen Gesetz aus dem Jahr 1995 festgehalten ist.

Dazu führt die Petition einen breiten Fragenkatalog auf. Dieser will etwa wissen, wie der Kanton Luzern Frauen unterstütze, die vermuten, von Lohndiskriminierung betroffen zu sein oder welche Unterstützung Väter erhielten, die Teilzeit arbeiten möchten.

Fehlende Umsetzung

Einen Planungsbericht über die Gleichstellungspolitik solle laut der Petition auch der Kantonsrat vorlegen. Petitionen sind Anregungen, Vorschläge, Gesuche oder Beschwerden zu einer persönlichen oder einer öffentlichen Sache. Jede Person hat das Recht, eine solche an die Behörden zu richten. Diese müssen davon Kenntnis nehmen.

Am 14. Juni nahmen in Luzern rund 10'000 Frauen und Männer am zweiten schweizweiten Frauenstreik teil. Sie bemängelten, dass die Gleichstellung von Frau und Mann, so wie sie in der Bundesverfassung und den Gesetzen verankert ist, nicht genügend umgesetzt wird.

(Quelle: sda)

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