Der FCL reist in den hohen Norden

Das letzte Training unter der wärmenden Sonne in der Zentralschweiz

Die Ausgangslage ist klar: Der FCL ist nach dem 1:0 Sieg im Hinspiel gegen Klaksvik weiterhin der grosse Favorit. Ein Weiterkommen in der Europa League Qualifikation eigentlich keine Frage. Und dennoch, die Luzerner müssen sich im Rückspiel warm anziehen.

Wohl nicht, weil ihnen die Klaksvik-Spieler um die Ohren sausen werden, sondern vielmehr aufgrund der Wetterbedingungen. Nur rund 12 Grad herrschen zurzeit auf der Inselgruppe. Der Wind dürfte durch das Stadion pfeiffen, die nasse Meeresluft in der Luft liegen und auch der Kunstrase für ungewohnte Umstände sorgen.

"Wir sind Profifussballer, da darf so etwas keine Rolle spielen. Egal ob Wind, Regen oder Kunstrasen, das muss uns egal sein!"

Deutliche Worte von FCL-Goalie Marius Müller. Worte die aber unterstreichen, dass der FCL nicht bloss aufgrund des Erlebnisses auf die Färöer-Inseln reist. Der FCL will, ja der FCL muss, eine Runde weiterkommen. Spielerisch waren die Zentralschweizer bereits im Hinspiel deutlich überlegen. Der fehlenden Kaltschnäuzigkeit einiger FCL-Spieler, dem zeitweise grandios parierenden Klaksvik-Torhüter oder auch der Torumrandung geschuldet, steht es nach dem Hinspiel nur 1:0. Locker hätte der FCL mit zwei, drei Toren mehr gewinnen können. Hat er aber nicht. Und so reist er mit dem dünnstmöglichen Polster auf die Färöer-Inseln.

"Wir gehen nicht davon aus, dass Klaksvik nun auf einmal extrem anderst spielen wird. Zumindest die ersten 60 oder 70 Minuten nicht." wiegt Idriz Voca die Ausgangslage ab.

"Irgendwann werden sie aufmachen müssen, denn sie müssen ja ein Tor schiessen."

Und dann müsse der FCL bereit sein und die offenen Räume nutzen. Optimal wäre natürlich, wenn der FCL bereits früh selber ein Tor schiessen würde. Aber das war ja eigentlich auch im Hinspiel bereits der Plan. Da zeigte Klaksvik jedoch, dass sie eines beinahe in Perfektion beherrschen: den eigenen Strafraum komplett dichtmachen! Der Vorteil wird sein, wie Idriz Voca sagte, irgendwann muss Klaksvik etwas machen. Denn sie brauchen ein Tor. Ein 0:0 reicht dem FCL für das Weiterkommen. Ein Resultat, welches sich natürlich auch die FCL-Spieler nicht wünschen.

Gerne würden sie sich auch Offensiv belohnen und gegen Klaksvik das eine oder andere Tor erzielen. Für das Selbstvertrauen. Für die Moral. Für die Fans. Okay, wieviele FCL-Fans den Weg auf die Färöer-Inseln finden werden, wird man sehen. Auf jeden Fall geht es für den FCL darum, nun endlich einmal eine erste Runde im internationalen Geschäft zu überstehen. Die Chancen stehen ja nun wirklich nicht schlecht gegen Klaksvik. Aber wie heisst es schön: Jedes Spiel beginnt bei null und muss neu geschrieben werden! Hoffentlich endet es aber nicht bei Null ... ausser die Null steht auf Seite der Luzerner!

Audiofiles

  1. FC Luzern vor dem Rückspiel gegen Klaksvik auf den Färöer-Inseln. Audio: Philipp Breit / Maik Wisler

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