Kartenlesen anstatt Google-Maps

Jubla Udligenswil bestreitet ihr Sommerlager ganz analog

Karten lesen, war gestern. In Büchern etwas nachschauen, ist auch vorbei. Viele Kinder brauchen für dies nur noch etwas: Nämlich das Smartphone. Durchschnittlich über 2,5 Stunden sind sie pro Tag laut Studien an ihren Handys. Was aber, wenn diese plötzlich nicht mehr funktionieren? Genau in diese Richtung geht das Sommerlager-Motto der Jungwacht Blauring aus dem luzernischen Udligenswil.

Während zehn Tagen sollen die Kinder wieder merken, dass vieles auch ohne Smartphone gehen würde. So etwa das Kartenlesen. 26 Leiter bringen den 41 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen acht und 15 Jahren bei, wie dies geht. Pioniertechniken wie Blachen- oder Seilkunde und auch erste Hilfe stehen auf dem Programm. Die Kinder lernen auf eine spielerische Art und Weise wie sie in der Natur zurechtkommen und dies ganz ohne Handy und Apps.

Sommerlager «Appokalypse» auf dem Oberalppass

Dieses Jahr hat sich die Jubla Udligenswil dafür entschieden die Digitalisierung und neue Technologien zum Lagermotto zu machen. Dazu haben sie eine Geschichte erfunden: «Chief Stobs» hat vor seinem Tod sein Bewusstsein in die Cloud hochgeladen. Da er nicht zufrieden damit ist, wie sein Konzern geleitet wird, zerstört er alle Apps. Diese spielen verrückt. Da es in der Cloud chaotisch ist, müssen die Kinder als motivierte App-Entwickler ihm dabei helfen, die Ordnung wiederherzustellen.

Audiofiles

  1. Jubla Udligenswil ohne Insta und Co. im Lager. Audio: Thomas Zesiger
Kartenlesen anstatt Google Maps: Die Jubla Udligenswil gestaltet ihr Sommerlager völlig app-frei. Kartenlesen anstatt Google Maps: Die Jubla Udligenswil gestaltet ihr Sommerlager völlig app-frei.

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