Rekrut stirbt bei Unfall auf dem Sustenpass

Er sollte lernen mit Militärfahrzeugen auf Bergstrassen zu fahren

Auf dem Sustenpass ist am Mittwoch, 7. August, ein Rekrut bei einem Unfall mit einem Militärfahrzeug ums Leben gekommen. Ein zweiter Rekrut wurde schwer verletzt. Dies teilte das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mit. Weshalb es zum Unfall kam, ist derzeit noch unklar.

Zwei Rekruten sollten im Rahmen einer kollektiven Fahrschule lernen, mit militärischen Fahrzeugen auf Bergstrassen zu fahren. Im Susten-Gebiet zwischen den Kantonen Uri und Bern kam das Militärfahrzeug von der Strasse ab und rund 100 Meter in die Tiefe gestürzt. Einer der beiden Rekruten im Puch-Geländefahrzeug kam dabei ums Leben, so das VBS. Der andere wurde schwer verletzt.

Angehörige informiert

Wie die das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mitteilte, wurden die Angehörigen der beiden Rekruten informiert und werden von einem Care-Team betreut. Das gilt auch für die Armee-Kollegen der beiden Verunglückten. Die Armeejustiz hat eine Untersuchung eingeleitet.

Rekruten der Basis Kloten ZH

Die beiden Rekruten gehörten zur Richtstrahlschule 62, die ihre Basis in Kloten ZH hat. Diese bildet laut Armee-Internetseite Soldaten und Kaderleute für die "militärische Swisscom" aus, wie das VBS schreibt. Gemeint ist, dass die in dieser Schule ausgebildeten Soldaten sichere und redundante Verbindungen für Armee und Landesregierung aufbauen können.

Ausbildung zu Pionierfahrern

Innerhalb der Richtstrahlschule 62 gibt es sogenannte Pionierfahrer. Zu solchen wurden die beiden verunfallten Rekruten ausgebildet, wie Armeesprecher Daniel Reist auf Anfrage sagte. Solche Pionierfahrer verfügen laut Reist alle über einen privaten Führerausweis und werden in der Rekrutenschule weitergebildet.

Unfallursache noch nicht klar

Die beiden verunglückten Rekruten befanden sich in der siebenten Woche der Rekrutenschule. Sie waren zu zweit im Fahrzeug. Geübt wurde am Mittwoch das Fahren in einem Konvoi. Ob das Fahrzeug eine Leitplanke durchbrach, konnte Reist nicht sagen. Die Gründe für den Unfall untersuche die Militärjustiz.

Sustenpass für Rettungsarbeiten gesperrt

Der Unfall ereignete sich oberhalb der Ortschaft Gadmen auf der Berner Seite des Sustenpasses. Gadmen gehört zur Gemeinde Innertkirchen BE. Der Sustenpass führt von Innertkirchen nach Wassen im Kanton Uri. Nach dem Unfall musste die Sustenpassstrasse für die Rettungsarbeiten gesperrt werden.

Quelle: sda

Die Unfallstelle am Sustenpass. Die Einsatzkräfte an der Unfallstelle auf dem Sustenpass. Ein zweiter Rekrut hat sich dabei schwer verletzt. Auf dem Sustenpass ist ein Rekrut bei einem Unfall mit einem Militärfahrzeug ums Leben gekommen.

Audiofiles

  1. Rekrut stirbt bei Unfall auf dem Sustenpass. Audio: Sophie Müller, Radio Pilatus AG

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