Weniger Fleisch für besseres Klima

Umweltschützer wollen die weltweite Fleischproduktion halbieren

Fleisch (Symbol)

Im Kampf gegen die Erderwärmung müssen Wälder besser geschützt und die Landwirtschaft klimafreundlicher werden. Zu diesem Ergebnis kommt der Weltklimarat IPCC im am Donnerstag in Genf präsentierten Sonderbericht über den Zusammenhang von Klimawandel und Landflächen.

Die Autoren des Sonderberichts werben für eine ausgewogene Ernährung, die verstärkt auf Gemüse, Getreide und tierische Waren aus nachhaltiger Produktion setzt.Aus Sicht von Umweltschützern muss vor allem der Fleischkonsum reduziert werden. Laut WWF Schweiz wird für die Produktion eines Kilos Rindfleisch 15,4 Kilogramm CO2-Äquivalent ausgestossen, für ein Kilo Linsen nur 700 Gramm.

Forderungen an Bundesrat

Nach der Veröffentlichung des Sonderberichts forderte Greenpeace den Bundesrat auf, eine "echte Lebensmittelpolitik" zu starten. "Weniger Fleisch = weniger Hitze", skandierten Aktivisten der Umweltschutzorganisation auf der Place des Nations in Genf. "Wir dürfen uns nicht mit halben Sachen zufrieden geben", sagte Mathias Schlegel, Sprecher von Greenpeace Schweiz, zur Keystone-SDA.

Klimagipfel im September

Am 23. September beraten die Staaten bei einem Klimagipfel der Uno über die Folgen des Temperaturanstiegs. Das Klimaschutzabkommen von Paris von 2015 hatte zum Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zu vorindustrieller Zeit zu begrenzen.Über den Landflächen liegt er bereits bei 1,53 Grad, weil sich diese schneller erhitzen als die Meeresflächen.Verglichen wurden die Zeiträume 1850 bis 1900 und 2006 bis 2015. Der Klimarat hatte bereits 2018 vor den Folgen gewarnt, falls die globale Temperatur über 1,5 Grad steigen sollte.

(Quelle:sda)

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