Die Suche nach dem neuen Schwingerkönig

Geheimtipp Gabentempel: Wann lohnt sich ein Besuch?

Dieses Wochenende kämpfen am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug die besten Schwinger um den begehrten Titel als Schwingerkönig. Aber wer ist der grosse Favorit? Und haben die Innerschweizer 33 Jahre nach Harry Knüsel wieder Mal die Chance auf einen Schwingerkönig? Egal wer es dann wird, den Schwingern winken attraktive Preise aus dem Gabentempel und dem König gar Siegermuni "Kolin".

Lange ist es her als zum letzten Mal ein Innerschweizer zum Schwingerkönig erkoren wurde. Heinrich «Harry» Knüsel vom Schwingklub Cham-Ennetsee holte sich 1986 in Sion den begehrten Titel. Seit dem Triumph des in Küssnacht am Rigi aufgewachsenen Knüsel lechzt die Innerschweiz nach einem Schwingerkönig. Wieso also nicht in diesem Jahr, wo das ESAF gar in der Zentralschweiz stattfindet? Als Favoriten werden nicht zuletzt auch Brünig-Sieger Pirmin Reichmuth aus Zug oder auch der Entlebucher Joel Wicki genannt.

Die Innerschweizer erhalten aber starke Konkurrenz in Zug. Die Berner zum Beispiel waren in den letzten Jahren stark an den Eidgenössischen. So stammen die letzten drei Schwingerkönige (2016: Matthias Glarner, 2013: Matthias Sempach, 2010: Kilian Wenger) allesamt aus dem Kanton Bern. Aber auch mit dem Bündner Armon Orlik oder dem Thurgauer Samuel Giger ist zu rechnen. Oder wird es mit Christian Stucki, der 2013 bereits im Schlussgang stand und mit dem Stirnkuss an Matthias Sempach als Sieger der Herzen gefeiert wurde, etwa doch ein Berner? Viele Favoriten also für den begehrten Siegerkranz. Wer es dann schlussendlich wird, wissen wir spätestens am Sonntag nach dem Schlussgang um 16:45 Uhr.

Geheimtipp: Gabentempel

Ein grosses Augenmerk beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug gilt - nicht nur bei den Schwingern selbst, sondern auch bei den Zuschauern - auf den reich bestückten Gabentempel. Auch an diesem ESAF winken wieder attraktive Preise. Vom Whirlpool über Motorräder bis hin zu den klassischen Trycheln. Alle dieser insgesamt über 350 Gaben sind derzeit im Gabentempel auf dem Zuger Stierenmarktareal ausgestellt. Nebst den Sachpreisen interessieren aber vor allem auch die Lebendpreise, wie etwa Siegermuni «Kolin», drei Pferde, ein Fohlen und fünf Rinder.

Alle Preise sind seit dem 9. August ausgestellt und können noch bis eineinhalb Stunden nach der Rangverkündigung am Sonntag bestaunt werden. Wegen dem grossen Ansturm empfehlen die Verantwortlichen, jeweils entweder gegen Öffnung oder Schliessung des Gabentempels vorbeizuschauen. Bis Donnerstag, 22. August 2019, ist dieser jeweils zwischen 10 und 22 Uhr geöffnet. An den eigentlichen ESAF-Tagen sogar noch länger. Die genauen Öffnungszeiten findet ihr hier!

Neben den Schwingern dürfen aber auch die Steinstösser am kommenden Wochenende eine Gabe im Gabentempel auswählen. Dabei gilt: Freie Wahl, ausser Siegermuni «Kolin». Dieser ist für den neuen Schwingerkönig reserviert. Und wer weiss, vielleicht bleibt «Kolin» ja in der Innerschweiz.

Audiofiles

  1. Erwartungen Innerschweizer am ESAF. Audio: Philipp Breit

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