Joel Wicki am Tag danach

Tele 1 besuchte den Sörenberger "Bösen" bei sich zuhause

Er war der grosse Hoffnungsträger der Innerschweiz. Und er lieferte auch richtig ab. Der Sörenberger Joel Wicki schaffte es am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2019 in Zug bis in den Schlussgang. Schlussendlich bleibt ihm aber nur der Titel als "Erstgekrönter".

Für das letzte Eidgenössische 2016 in Estavayer musste Joel Wicki noch verletzt passen. Dieses Mal aber – zuhause in der Innerschweiz – konnte er endlich am Grossanlass teilnehmen und war dementsprechend bis in die Haarspitzen motiviert. Und auch die Formkurve stimmte zuversichtlich: 2019 war der Sörenberger bis zum ESAF an acht Wettkämpfen dabei und war nie schlechter als auf dem 4. Rang klassiert. Das Aargauer Kantonale und das Stoos-Schwinget gewann der 22-Jährige sogar.

Unter den Schwing-Experten war klar: Joel Wicki kann es am ESAF 2019 weit bringen. Druck und Erwartungshaltung aber schwächten den Sörenberger keineswegs. Am ersten Tag des Eidgenössischen stand Wicki in seinen vier Gängen insgesamt nur knapp mehr als eine Minute im Sägemehl. Auf die maximale Gangdauer von sechs respektive sieben Minuten musste der Innerschweizer nicht einmal annähernd schwingen. Und so stieg er über den ganzen Tag immer mehr zum Königsanwärter Nummer eins auf.

Dramatischer Schlussgang

Zum Start in den zweiten Tag wartete dann aber niemand geringeres als der Berner Christian Stucki. "Ein vorgezogener Schlussgang", sagte man zu diesem Zeitpunkt. Und Wicki musste tatsächlich über die volle Gangdauer gehen, ehe dieser Kampf gestellt ausging. Dann aber zog Joel Wicki in den Gängen sechs und sieben sein Programm kompromisslos weiter und schlussendlich war klar: Im Schlussgang kommt es wieder zum Duell Wicki-Stucki. Und diesmal gab es einen Sieger – der Berner bezwang den Luzerner innert kurzer Zeit. Bitter für Wicki: Nach dem Schlussgang kommt er auf gleichviele Punkte wie Stucki. Dem Sörenberger bleibt nach dem verlorenen Schlussgang aber nur der Titel als "Erstgekrönter".

Trotzdem holt sich der 22-Jährige seinen ersten Eidgenössischen Kranz und begeisterte die Zuschauer übers ganze Fest mit seinem Schwingen. Er gönne Stucki den Titel, sagte Joel Wicki nach dem Schlussgang. Und er anerkannte auch seine eigene Leistung, auf die er zurecht stolz sein kann.

Zu Gast im Sport auf Tele 1

Am Tag nach dem dramatischen Schlussgang besuchte ihn Tele 1 zuhause in Sörenberg. Mit welchen Gefühlen der junge Schwinger aufs ESAF zurückblickt und wie er in die Zukunft schaut, seht ihr in der Sportsendung von Tele 1.

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