Vorstand des Masseure-Dachverbands entlastet

Involviert waren auch Nationalrat Felix Müri und Kantonsrat Urs Dickerhof

Urs Dickerhof SVP-Politiker Felix Müri

Ein Gutachten eines Wirtschaftsprüfers entlastet den Vorstand des Masseure-Dachverbands vom Vorwurf, Gelder illegal oder nicht statutengemäss eingesetzt zu haben. Dennoch gab es in der Buchhaltung kritische Punkte.

Gegen einen Teil des Vorstandes der Organisation der Arbeitswelt Medizinischer Masseure (ODA MM) waren im Juli happige Vorwürfe bekannt geworden. Die Qualitätssicherungskommission der ODA MM reichte gegen den Präsidenten und den Finanzchef des Dachverbandes eine Anzeige ein, weil seit Jahren für Prüfungen reservierte Gelder zweckentfremdet eingesetzt worden seien.

Bei den beiden Angeschuldigten handelte es sich um zwei SVP-Politiker aus Emmen, Nationalrat Felix Müri, Präsident der ODA MM und Kantonsrat Urs Dickerhof, den Finanzchef. ODA MM-Vize-Präsident Ruedi Garbauer erklärte am Mittwoch in Emmen an einer Medienkonferenz, dass die Vorwürfe vom Tisch seien. Es seien keine Gelder entwendet worden.

Verbandsinterner Streit

Garbauer stützte sich auf ein von der ODA MM in Auftrag gegebenes Gutachten des Wirtschaftsprüfers BDO AG. Demnach gebe es keine Anzeichen, dass die Buchführung des Dachverbands nicht korrekt oder die Mittel nicht statutenkonform eingesetzt worden seien.

Bei dem verbandsinternen Streit geht es um Reservegelder des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Gemäss des BDO-Gutachtens wurde dabei nicht immer gemäss den Bestimmungen des SBFI gehandelt. Auch fehlten diese Rückstellungen in den Jahresrechnungen, was aber einer weit verbreiteten Praxis zu entsprechen scheine. Die Verantwortlichen der ODA MM sagten dazu, dass es keine klaren Vorgaben des SBFI gebe.

Ob wegen diesem Gutachten aber auch die Strafanzeige gegen die beiden Politiker gestrichen wird, ist derzeit nicht bekannt.

(Quelle: sda)

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