Mutmasslicher Vergewaltiger freigesprochen

Es gab zu wenig Beweise für die Tat des damals 20-Jährigen

Kriminalgericht Luzern am Alpenquai

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen mutmasslichen Vergewaltiger freigesprochen. Es gab zu wenig Beweise für die Tat des damals 20-jährigen Schweizers.

Der junge Mann wurde beschuldigt im Jahr 2014 seine damals 16-jährige Freundin vergewaltigt zu haben. Die psychisch angeschlagene junge Frau war beim damals 20-Jährigen in dessen Wohnung eingezogen. In dieser Zeit soll es zu den Übergriffen gekommen sein. Die Staatsanwaltschaft beantragte darum eine Freiheitsstrafe von 3,5 Jahren, wegen mehrfacher Vergewaltigung und sexueller Nötigung. Der Beschuldigte hingegen beteuerte seine Unschuld.

Zu wenig Beweise

Die Frau schilderte die Übergriffe in der ersten Einvernahme detailreich, bei späteren Aussagen gab es aber erhebliche Widersprüche. Dazu kam, dass die Frau erst 1,5 Jahre nach den Vergewaltigungen Anzeige gegen ihren damaligen Freund einreichte. Sie sagte dazu, dass ihr direkt danach nicht bewusst war, was wirklich passiert sei. Das reichte dem Gericht aber nicht aus, es hege relevante Zweifel an den Anschuldigen. Somit hat das Luzerner Kriminalgericht den jungen Mann zum Ende des Prozesses freigesprochen.

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