"MyShuttle" Projekt einen Schritt weiter

Rund einen Monat kann die Bevölkerung den elektrischen Minibus testen

Es war eine Ankündigung mit Paukenschlag: Vor zweieinhalb Jahren verkündeten die SBB, dass sie in Zug den ersten Minibus ohne Chauffeur in Betrieb nehmen wollen. Passiert ist dann aber lange nichts. Ab sofort kann man den Shuttle endlich testen. 

Die Zuger Bevölkerung kann den selbstfahrenden elektrischen Shuttle jetzt mindestens einen Monat lang gratis testen. Bis Ende Dezember wird das Projekt ausgewertet. Erst dann entscheidet sich, wie es mit "MyShuttle" weitergeht.

Passagiere sind neugierig aber skeptisch

Mit einem Bus ohne Chauffeur von A nach B fahren, die Bevölkerung in Zug ist neugierig, aber auch skeptisch. Giulia Alden aus Knonau: 

"Es ist immer noch Technologie. Wenn man das Lenkrad selber in den Händen halten darf, ist man auf der sicheren Spur. Aber ich glaube nicht, dass der Sicherheit dieses Fahrzeuges etwas auszusetzen ist."

ZVB-Chauffeur greift im Notfall ein

Die Fahrt vom Metalli am Bahnhof der Stadt Zug bis zum Technologie-Cluster an der Industriestrasse bei der V-Zug dauert rund acht Minuten. Bei Rotlichtern oder Fussgängerstreifen hält der Shuttle automatisch. Vorläufig ist aber immer noch ein ZVB-Chauffeur wie Abraham Faiglé dabei, welcher in gewissen Situationen eingreift:

"Wenn ein Hindernis im Weg steht und das Fahrzeug nicht mehr auf der virtuellen Schiene fahren kann, muss ich es im manuellen Modus umfahren und wieder auf die Schiene bringen, damit es weiter kann. Hindernisse kann es nicht selbst umfahren, das muss ich machen."

Ganz nach dem Motto "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste" fährt der Shuttle momentan aber nur 16 km/h. Schlägt sich der Shuttle gut im Stresstest, kann die Geschwindigkeit bis 40 km/h hochgefahren werden.

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