Initiative will Jugend vor Tabakwerbung schützen

113'500 Unterschriften wurden heute in Bern eingereicht

Eine Volksinitiative will Jugendliche vor Tabakwerbung schützen. Die Initiative "Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung" wurde heute in Bern eingereicht. Es kamen über 113'000 Unterschriften zusammen.

Die Initiative verlangt ein lückenloses Verbot für Tabakwerbung, die Kinder oder Jugendliche erreicht. Konkret soll Zigarettenwerbung auf Plakaten im öffentlichen Raum in der ganzen Schweiz verboten werden.

"Kinder und Jugendliche sind besonders empfänglich für die in der Werbung vermittelten Traumwelten, die Coolness und den Erfolg", wird Philippe Luchsinger, Präsident Hausärzte Schweiz, in einer Mitteilung des Komitees zitiert. Deshalb sei es wichtig, diese Altersgruppe vor der Werbung zu schützen.

Ständerat entscheidet nächste Woche

Laut Berufsverband der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH beginnen rund 60 Prozent der Rauchenden als Minderjährige. Wenn vor dem 18. Altersjahr nicht mit dem Rauchen begonnen wurde, ist die Wahrscheinlichkeit zudem gross, Nichtraucher zu bleiben.

Unterstützung erhielten die Initianten letztens von der Gesundheitskommission des Ständerates (SGK). Sie forderte Mitte August ein Verbot von Tabak-Inseraten in Presse und im Internet. Der Ständerat wird darüber in der kommenden Woche entscheiden.

Werbeverbot in Radio und TV bereits heute

Heute gilt ein Werbeverbot für Tabak in Radio und Fernsehen. Untersagt ist auch Werbung für Tabakprodukte, die sich speziell an Jugendliche richtet.

Ein erster Anlauf für ein neues Tabakproduktegesetz scheiterte 2016 im Parlament. Bei einem zweiten Anlauf sah der Bundesrat zunächst auch Werbebeschränkungen vor. Nach Kritik in der Vernehmlassung strich er diese aber.

(Quelle: sda)

Die Volksinitiative will Jugendliche vor Tabakwerbung schützen und somit eine präventive Wirkung erzielen.

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