Stadtparlament Luzern lehnt Metro-Initiative ab

Andere Lösungen für Carproblematik gewünscht

Laut den Plänen könnte die Metro in drei Minuten vom Ibach ins Stadtzentrum fahren. Eingang zur Metro-Haltestelle Schwanenplatz: Die Projektkosten werden auf 400 Millionen Franken geschätzt. Der Ausgang beim Falkenplatz in der Altstadt Luzern: Hier würden die Besucher das Parkhaus Musegg zu Fuss verlassen.

Eine Metro von Stadtrand in die Innenstadt von Luzern ist im Stadtparlament auf wenig Begeisterung gestossen. Die Carproblematik soll in einem Dialog mit allen Beteiligten gelöst werden, befand eine Mehrheit und will nicht ein Projekt bevorzugt behandeln. Die Metro-Initiative verlangt eine Kosten-Nutzen- und Nachhaltigkeits-Analyse des Projektes. Das will das Stadtparlament nicht und lehnte die Initiative deutlich mit 35:10 Stimmen ab. Das letzte Wort haben die Stimmberechtigten.

Ein grosses Parkhaus im Gebiet Ibach, von wo eine Metro innert weniger Minuten in die Innenstadt fährt - mit diesem Projekt wollen die Initianten das Car-Problem lösen. Sie verlangen deshalb mit ihrer Initiative, dass das Metro-Projekt eine Chance erhält und die Stadt Grundlagen erarbeitet, ob eine Metro realisierbar sei.

Grosse Fragezeichnen zu den Kosten

Das Stadtparlament sieht darin keinen Sinn. Schon jetzt gebe es zu viele Fragezeichen. So sei völlig ungewiss, wie und wer ein solches Projekt je finanzieren soll. Geschätzt werden die Kosten auf rund 400 Millionen Franken. Zudem sah die Mehrheit auch keinen Mehrwert für die städtische Bevölkerung. Es sei ein überteuertes Tourismusprojekt.

Die Befürworter dagegen strichen die Vorteile heraus. Mit der Metro würden keine zusätzlichen innenstädtische Strassen gebraucht, es sein eine generationenübergreifende, visionäre Idee. Dass zur Finanzierung erst Grobkosten vorliegen, sei beim jetztigen Projektstand völlig normal.

Mehrere Stadtparlamentarier forderten die Initiaten auf, die Initiative zurückzuziehen. Wichtig sei ein gemeinsames Vorgehen. Dazu will die Stadtregierung bereits in den kommenden Tagen Pläne zum weiteren Vorgehen rund um die Carparkierung vorstellen.

 

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