«Schreiben nach Gehör» in Luzern unpopulär

Ein Viertel der Lehrpersonen nutzt die umstrittene Methode

Wie Kinder das Schreiben erlernen sollten, darüber scheiden sich die Geister.

Ein Bruchteil der Luzerner Lehrpersonen setzt die Methode «Schreiben nach Gehör» konsequent um. Bei der Methode lernen Kinder zunächst über das Hören, wie sie schreiben sollen. Die Rechtschreibung ist dabei nicht wichtig. Eine Umfrage zeigt nun: Lehrpersonen sind keine Fans davon.

Ein Kind sollte zunächst über das Gehör lernen, wie es sich schriftlich verständigen soll. Rücksicht auf eine korrekte Schreibweise muss dabei nicht genommen werden. Dies kommt erst später zum Tragen. So will es die Methode «Schreiben nach Gehör». Nicht alle Eltern, Lehrpersonen und auch Politiker halten dies für sinnvoll.

In den Kantonen Nidwalden und Aargau wurde die umstrittene Methode ab der 2. Primarstufe verboten. In Luzern fordern auch einige Stadtparlamentarier, dass die Rechtschreibung schon vor der dritten Klasse konsequent vermittelt wird. Die Stadtregierung hat dies jedoch abgelehnt, wie aus seiner Antwort auf einen entsprechenden Vorstoss hervorgeht. Das Rektorat der Volksschule hat nun eine Umfrage bei 64 Lehrpersonen durchgeführt. Diese hat ergeben, dass «Schreiben nach Gehör» nicht sonderlich populär ist. Lediglich ein Viertel der Lehrpersonen wendet die Methode an.

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