Kritik an Winnetou in Engelberg

Es hagelt Vorwürfe gegen die Geschäftsführung der Karl May Freilichtspiele

Der Geschäftsführer Tom Volkers (Dritter v.r.) wird von Gläubigern heftig kritisiert.

Nach dem Ende der Karl May Freilichtspiele in Engelberg ist der Unmut bei Gläubigern gross. Sie werfen dem Geschäftsführer Tom Volkers und seinem Team Missmanagement vor. Die Freilichtspiele seien «an die Wand gefahren» worden, haben Gläubiger gegenüber der Luzerner Zeitung gesagt.

Die Besucherzahlen waren ungenügend, die Finanzen standen schief. Deshalb gab es für die Karl May Freilichtspiele in Engelberg nur einen Ausweg: das Ende. Die Betreiberfirma 42 Capital Group GmbH meldete Konkurs an. Zurück bleiben viele Schulden.

Bei einigen Gläubigern sind fünfstellige Beträge noch offen. Unter den Geschädigten sind auch lokale Unternehmer wie zum Beispiel Beppi Niederberger von der Elektro und Multimedia GmbH. Er wartet auf das Geld von Rechnungen in der Höhe von rund 80'000 Franken.

Missmanagement

Wo der Unmut gross ist, wird schnell nach Schuldigen gesucht. In diesem Fall ist ein Feuer an Vorwürfen gegen den Geschäftsführer und Hauptdarsteller Tom Volker und sein Team entfacht. Laut den Gläubigern sind die Freilichtspiele gescheitert «an der absoluten Ahnungslosigkeit und Inkompetenz, an Überheblichkeit und Ignoranz, sich von Aussenstehenden nichts sagen zu lassen».

Volkers verteidigt sich. «Alle waren sich des Risikos bewusst und wir haben nie verschwiegen, dass dies der dritte Anlauf ist», sagt er gegenüber der Luzerner Zeitung. Von diversen Seiten sei bestätigt worden, dass sie sich der Ausgangslage bewusst gewesen seien.

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