Auf Glaubenberg soll weiter geschossen werden

Armee will den Schiessplatz Glaubenberg weiter nutzen

Die Armee will den Schiessplatz Glaubenberg weiter nutzen.

Entgegen seiner ursprünglichen Pläne will das Verteidigungsdepartement (VBS) den Schiessplatz auf dem Glaubenberg nun doch weiter nutzen. Die Weiterentwicklung der Armee habe gezeigt, dass die Anlage für die militärische Ausbildung nötig sei.

Das VBS werde dem Bundesrat daher bis Ende 2020 eine Anpassung des Sachplans Militär beantragen, teilte das Departement am Donnerstag mit. Bei der Umsetzung der Lärmschutz-Verordnung habe sich erwiesen, dass der Schiessplatz Glaubenberg eine Entlastung für andere Waffen- und Schiessplätze sein könne. 2013 hatte die Armee bekannt gegeben, aus Spargründen den Schiessplatz Glaubenberg mit dem dazugehörigen Truppenlager mit 710 Plätzen und den Schiessplatz Chalchern bei Sarnen schliessen zu wollen. Gemäss dem damaligen Stationierungskonzept war die Aufgabe des Schiessplatzes auf Mitte 2020 vorgesehen.

Die Obwaldner Regierung kritisierte den Entscheid und kämpfte für den Erhalt des Schiessplatzes. Eine Schliessung hätte für den Kanton, die Gemeinde Sarnen und das lokale Gewerbe erhebliche Konsequenzen, mahnte sie damals.

Nutzung im Einklang mit Naturschutz

Mit dem jüngsten Entscheid des VBS soll der Schiessplatz Glaubenberg und die dazugehörige Infrastruktur auf dem ehemaligen Zeughausareal in Sarnen bestehen bleiben und weiterhin militärisch genutzt werden. Die militärische Nutzung soll wie bisher im Einklang mit dem Schutz der Moorbiotope und der Moorlandschaft erfolgen.

Das VBS werde im nächsten Jahr sein Programm «Natur, Landschaft, Armee» auch auf dem Schiessplatz Glaubenberg vollständig implementieren. Dabei werde man vertieft betrachten, welche Teile des Schiessplatzes trotz dem Rückkommen nicht mehr genutzt werden.

Quelle: sda

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