Wegen tödlichem Unfall vor Luzerner Gericht

Ein heute 25-Jähriger soll in Malters einen Unfall mit zwei Todesopfern verursacht haben

Ein 25-jähriger Schweizer steht am Freitag wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung vor dem Luzerner Kriminalgericht.

Das Luzerner Kriminalgericht verhandelt am Freitag über einen tödlichen Verkehrsunfall, der vor drei Jahren passierte. Auf der Autostrasse in Malters soll damals ein Autofahrer fahrlässig einen Lastwagen überholt haben und damit einen Unfall verursacht haben. Dabei starben zwei Menschen.

Der Mann war im Juni 2015 mit seinem Auto auf der Autostrasse von Werthenstein in Richtung Malters unterwegs. Trotz Gegenverkehr setzte er zu einem knappen Überholmanöver eines vor ihm fahrenden Lastwagens an. Ihm entgegen kam ein korrekt-fahrender Autolenker, der wegen des Manövers ausweichen musste. Dabei verlor dieser die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit einem weiteren korrekt-fahrenden Auto. Bei der Kollision wurden beide Autofahrer derart schwer verletzt, dass sie noch auf der Unfallstelle starben.

Für den heute 25-jährigen Schweizer fordert die Luzerner Staatsanwaltschaft mindestens ein Jahr Gefängnis auf Bewährung. Sollte das Gericht zum Schluss kommen, dass der Mann die möglichen Folgen seines gefährlichen Manövers kannte und diese dennoch in Kauf nahm, droht eine Gefängnisstrafe von mindestens fünf Jahren.

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