Tschuttiheftli aus Luzern

Die Alternative zum Panini Sammelalbum hat es in sich

Noch ein halbes Jahr - und dann ist Europa wieder im Fussball-Fieber. Auf den Pausenplätzen bricht bestimmt schon vor den Spielen wieder das Tauschfieber aus. Fleissig werden dabei Bilder der grossen Fussball-Stars getauscht und in die berühmten Panini Sammelalben eingeklebt. Noch etwas weniger bekannt ist das Fussballheft von einem Luzerner Künstlerverein.

Für das Fussballheft gestalten Künstler aus 24 Ländern Bilder der Fussballspieler - unter ihnen auch ein besonderer Künstler aus Luzern. Aber kann jemand, der seine Hände nicht mehr spürt und bewegen kann, zeichnen und damit auch noch Geld verdienen? Ja klar, sagt Roland Burkart.

Der Illustrator aus Luzern war ursprünglich Maler. Mit 26 Jahren fiel er aber 10 Meter tief vom Gerüst und brach sich den Rücken. Im Paraplegiker-Zentrum Nottwil musste sich der junge Mann neu sortieren. Nachdem er nach einigen Monaten wieder etwas mehr Bewegungsfreiheit erlangt hatte - sprich die Schultern bewegen konnte - immatrikulierte er sich auf der Kunstschule Luzern.

Aus 122 Mitbewerbern ausgewählt

Portraits mache er am liebsten, sagt Burkart. Das kommt jetzt sehr gelegen, denn er und 23 weitere Illustratoren wurden von einer hochkarätigen Jury ausgewählt, um die Spieler der kommenden EM zu gestallten.

Insgesammt 13 Spieler-Portraits und ein Wappen muss Roland Burkart jetzt bis Ende Januar zeichnen. Am dritten April wird das neue tschuttiheftli dann im Neubad in Luzern der Öffentlichkeit vorgestellt.   

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