Zu wenig Flüchtlinge für Caritas-Programm

Aus Kostengründen streicht Caritas das Programm Schule & Jobtraining

Ein Angebot für jugendliche Flüchtlinge, um ihnen beim Deutschlernen und beim Einstieg in die Arbeitswelt zu helfen – das gab es bei Caritas Luzern. Das Programm Schule & Jobtraining lief in Zusammenarbeit mit dem Kanton Luzern. Diese Zusammenarbeit wurde nun vorzeitig aufgehoben.

Bis 2021 wäre der Vertrag noch gelaufen. Da aber immer weniger Jugendliche am Programm teilnehmen, kann die Caritas das Angebot nicht mehr kostendeckend führen. Das schreiben der Kanton Luzern und die Caritas am Donnerstag in einer Mitteilung. 2017 hätten noch rund 170 Personen das Programm besucht. Ende 2019 nur noch 49.

«Es macht für beide Seiten keinen Sinn, ein Angebot zu führen, bei dem die Zielgruppe fehlt», erklärt Guido Graf, Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements. Deshalb beende man die Zusammenarbeit mit Caritas vorzeitig. Für Caritas heisst das konkret, dass fünf Stellen gekündigt werden müssen. Für diese werde es aber einen Sozialplan geben.

Auch für die Jugendlichen, die momentan noch im Programm dabei sind, ist nicht gleich fertig. Für sie gibt es verschiedene Anschlussmöglichkeiten. Ein Ü16-Programm der Dienststelle Volksschulbildung oder ein Angebot des Zentrums für Brückenangebote der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung könne besucht werden.

Asylzentrum Grosshof

Die Zielgruppe für das Angebot der Caritas fehlt also. Vor drei Jahren wurde in Kriens, für genau die gleiche Zielgruppe, das Asylzentrum Grosshof eröffnet. Wird das nun ebenfalls schliessen?

«Nein», sagt Gesundheits- und Sozialdirektor vom Kanton Luzern, Guido Graf. Gemäss Berechnungen brauche man immer ein Asylzentrum für rund 400 Personen im Kanton Luzern. Zudem seien seit 2018 auch Familien mit Kindern im Asylzentrum Grosshof einquartiert. Diese Auslastung sei also noch gegeben.

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