«Ich wusste gleich: Da ist was kaputt»

Vor neun Tagen riss sich Aline Danioth zum zweiten Mal das Kreuzband

Aline Danioth geht an Krücken, kann aber bereits wieder lachen. Knapp eine Woche nach ihrer Horror-Verletzung beim Parallel-Riesenslalom in Sestriere spricht die junge Urnerin erstmals über ihre Verletzung.

Sie liebt das Skifahren – muss aber bereits zum zweiten Mal in ihrer Profi-Karriere für längere Zeit Abstand nehmen vom Skisport. Passiert ist es wieder am gleichen Ort – in Sestriere. Drei Jahre nach einem Kreuzbandriss erleidet die 21-jährige Andermatterin Aline Danioth einen ähnlichen Kreuzbandriss, dieses Mal am anderen Knie. Die erschütternde Diagnose: Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie sowie Läsionen des Innen- und Aussenmeniskus.

Zum ersten Mal seit der Verletzung sprach Aline Danioth am Dienstag mit den Medien. Sie weiss bereits aus der vorherigen Verletzung, was nun auf sie zukommt: eine lange Reha-Zeit und viele schmerzhafte Stunden. Operiert wurde sie bereits am Tag nach dem Sturz und jetzt geht sie mittlerweile an Krücken. An den Sturz im Achtelfinal des Parallel-Riesenslaloms in Sestriere erinnert sie sich noch genau:

«Sobald ich abseits der Piste lag, hatte ich grosse Schmerzen und wusste, da ist etwas kaputt.»

Dies nachdem sie im Lauf vorher mit Petra Vlhova noch eine Favoritin ausgeschaltet hatte und sich eigentlich gut fühlte.

«Es war sicher speziell, nach Sestriere zurückzukommen – doch ich mag diese Piste.»

Für die 21-Jährige geht nun das gleiche Prozedere nochmals los, welches sie schon einmal erlebt hatte. Doch Danioth sieht es positiv, sie wisse nun genau, was auf sie zukomme. Auch nach der letzten Verletzung kam sie stärker zurück, gewann in der letzten Saison unter anderem im Team-Wettbewerb mit der Schweiz in Are WM-Gold. In dieser Saison fuhr die junge Andermatterin im Slalom zwei Mal in die Top 8.

Sie hätte gerne noch mehr solche Resultate in dieser Saison gezeigt. Die moralische Unterstützung ihrer Familie hilft Aline Danioth durch diese schwierige Zeit.

«Meine Familie gibt mir in dieser Zeit extrem viel Halt.»

Und auf die Frage was sie nun in der Zeit mache, wo sie nicht mehr auf ihre geliebten Skier steigen kann, antwortet die Urnerin mit einem Lachen:

«Nun müssen meine Kolleginnen öfters zu mir an einen Kaffee kommen.»

Nun beginnt für Aline Danioth bald die Reha. Mit viel Zuversicht und Kampf hofft sie, bald wieder zurück zu sein und dies erfolgreicher denn je.

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