Vier Verletzte bei Sesselbahn-Absturz auf Stoos

Die Schwerverletzten mussten mit Helikoptern in Spezialkliniken geflogen werden

Beim Absturz eines Sessels des Sessellifts Stoos-Fronalpstock SZ sind am späten Donnerstagabend vier Personen verletzt worden. Vier Helikopter brachten sie in Spezialkliniken.

Das Unglück ereignete sich gemäss der Kantonspolizei Schwyz am Donnerstagabend, 6. Februar, kurz nach 22 Uhr in der oberen Sektion des Sessellifts Stoos-Fronalpstock.

In einem Communiqué hiess es später, dass vier Personen, welche sich auf einem talwärts fahrenden Sessel der oberen Sektion des Sesselliftes befanden, zum Teil schwer verletzt wurden. Sechs Personen auf den nachfolgenden Sesselliften seien von Rettungskräften aber unverletzt geborgen worden. Bei den Verunglückten soll es sich gemäss dem Boten der Urschweiz um Mitarbeiter eines internationalen Nahrungsmittel-Konzerns mit Sitz im Kanton Zürich handeln. Sie sollen auf einem Firmenausflug gewesen sein

Grossaufgebot an Sicherheitskräften

Es standen vier Rettungshelikopter, der Rettungsdienst Schwyz, die Feuerwehr Stoos sowie die Kantonspolizei Schwyz im Einsatz. Die Behörden wollen im Laufe des Freitags, 7. Februar, weiter über den Vorfall informieren.

Zur Klärung des genauen Herganges und der Unfallursache zogen die zuständigen Strafverfolgungsbehörden die Schweizerische Sicherungsuntersuchungsstelle (SUST) bei. Bei der Unglücksfahrt hat es sich gemäss ersten Erkenntnissen um eine Spezialfahrt gehandelt. Der Betrieb der oberen Sektion des Sesselliftes Stoos-Fronalpstock ist bis auf Weiteres eingestellt.

Nicht das erste Unglück am Sessellift

Es war nicht das erste Unglück an einem Sessel des Lifts am Fronalpstock. Im März 2016 war ein leerer Sessel der 4er-Sesselbahn Mettlen- Fronalpstock bei einer Bergfahrt zu Boden gestürzt. Der Absturz ereignete sich bei der Stütze Nummer 9. Es waren damals keine Personen verletzt worden. Der abgestürzte Sessel Nummer 38 und das Förderseil wurden aber durch das Ereignis beschädigt.

Diesmal kein starker Wind

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) kam damals zu dem Schluss, dass der Sessel durch eine Windböe so weit entgegen der Fahrtrichtung ausgelenkt wurde, dass er an einer Stütze hängenblieb und dadurch vom Seil gehebelt wurde.

Zum Unfallzeitpunkt am Donnerstagabend habe am Fronalpstock kein Wind geherrscht, sagte ein Sprecher der Schwyzer Kantonspolizei. Die Abklärungen zum Unfallhergang seien voll im Gange.

(Quelle: sda)

Audiofiles

  1. Vier Personen bei Sesseli-Absturz auf dem Stoos verletzt. Audio: Giulia Jung / Selina Linder
Die Einsatzfahrzeuge im Schlattli
Ungefähre Unfallstelle

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