Emmen: Nein zu Luzern

<p>Die Stadt Luzern scheint als Fusionspartner nicht attraktiv genug zu sein. </p>

Die Stadt Luzern (77'000 Einwohner) wird vorderhand mit keiner weiteren Gemeinde fusionieren. Als letzte Kandidatin hat die Vorortsgemeinde Emmen (28'000 Einwohner) die Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit der Stadt verweigert. 3811 Stimmberechtigte sprachen sich für, 4397 gegen die Ausarbeitung eines Fusionsvertrages aus. Die Stimmbeteiligung betrug 51 Prozent. Luzern hatte sich im November 2011 für Fusionsverhandlungen mit Vorortsgemeinden ausgesprochen.

Die Stadt sei mit den Nachbarsgemeinden längst zusammengewachsen, wurde die Fusionsstrategie begründet. Die Grenzen entsprächen nicht mehr dem heutigen Leben und behinderten die Entwicklung der Region. In der Agglomeration ist die lokale Identität aber stärker als die regionale. Adligenswil, Ebikon und Kriens erteilten der Stadt im letzten November eine Abfuhr. Nun folgte als letzter möglicher Fusionspartner Emmen.

Die Argumente der Fusionsgegner in Emmen glichen denen in den anderen Vororten. Die Gemeinde Emmen sei für einen Alleingang stark genug und dürfe ihr Potential nicht an die Stadt «verscherbeln». Diese wurde in der Abstimmungswerbung grafisch als bedrohliches und gefrässiges Raubtier dargestellt.

Die Befürworter von Fusionsverhandlungen dagegen erklärten, dass Emmen heute zu schwach sei, um seine Potentiale zu nutzen. Zudem würde bei einem Zusammenschluss die Steuern auf das tiefere Niveau der Stadt gesenkt.

Audiofiles

  1. Auch Emmen sagt Nein zu Projekt. Audio: Tommy Durrer
  2. Emmener Gemeindepräsident Thomas Willi über das Nein zur Fusion. Audio: Stephan Weber
  3. Regierungsrätin Yvonne Schärli zu den Fusionen im Kanton Luzern. Audio: Stephan Weber
  4. Emmen sagt nein zu Fusionsverhandlungen mit Luzern. Audio: Adrian Derungs

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