Kylie Minogue - X

Bisher war Kylie Minogue immer am besten, wenn sie sich auf reinen Pop konzentriert hat, statt sich zu sehr um künstlerische Ernsthaftigkeit zu bemühen. Mit X, ihrem zehnten Studioalbum und dem Nachfolger von Body Language, gelingt ihr jedoch irgendwie beides gleichzeitig. Die Produktion haben zum Teil alte Bekannte wie Richard Stannard und Guy Chambers übernommen. X verbindet eingängige Melodien gekonnt mit innovativer Produktion. Optimistische Kylie-Fans werden sich auf „2 Hearts“ stürzen, ein freches Stück übers Verliebtsein mit einem Glam-Rock-Groove und einem Refrain, der wohl zahllose Karaokebars erfüllen wird, sowie auf „Wow“, eine druckvolle, überschwängliche Disconummer. Hie und da zeigen mutigere Produktionsideen, dass Kylie trotz mehrjähriger Rampenlichtabstinenz im Pop des 21. Jahrhunderts noch vollkommen zu Hause ist, das hervorragende „Speakerphone“ beginnt mit Harfenklängen und verwandelt sich dann in eine kühle, skandinavisch angehauchte Elektropopnummer à la Robyn oder The Knife mit knackigen Beats und verfremdetem Gesang. Schön, dass sie wieder da ist.

Veröffentlichung: 23. November 2007

www.kylie.com

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