Morten Harket - Letters From Egypt

Die Band um Sänger Morten Harket hat es über die Jahre verstanden, ihren unverkennbaren Sound zu kultivieren und einen nahezu perfekten Popsong nach dem anderen auf den Markt zu werfen. Als Mitte der 90er Jahre zwischendurch mal Schluss war, hatte Morten Harket sich schon einmal mit einem Soloprojekt nach vorne gewagt, dann gab’s die Reunion von a-ha. Jetzt ist es wieder soweit, Morten Harket legt eine neue Solo-CD vor „Letter from Egypt“ heisst sie. Wenn man diese Stimme im Radio hört, dann stellt sich augenblicklich der sprichwörtliche „Aha“-Effekt ein, den Mann hab ich doch schon mal gehört?! Na klar bei a-ha, der norwegischen Gruppen schlechthin.

Auch Morten Harket weiss natürlich, dass er dieses Etikett mit sich herum trägt, trotzdem nimmt er einen Unterschied für sich in Anspruch zwischen Harket Solo und dem Harket von a-ha: „Ich reagiere einfach anders auf die Musik als bei a-ha, intuitiver, unmittelbarer, weil ich hier selbst Gitarre spiele und die Songs mit der Gitarre schreibe. Dadurch klinge ich bei meinen Solo-Sachen anders als in meiner Rolle bei a-ha.“

Der akustische Breitwandeffekt von a-ha tritt beim neuen Soloalbum von Morton Harket in den Hintergrund zugunsten eines eher kammermusikalischen Klangideals. Intimer, direkter erscheint der Morten Harket von 2008 auf seinem Soloalbum „Letter From Egypt“. Die Idee dazu und auch einige Songs trägt er übrigens schon seit seinem Solodebüt vor 13 Jahren mit sich herum. Zum Glück für alle a-ha Fans kam dann die Wiedervereinigung der zwischenzeitlich aufgelösten Band dazwischen. Harket legte seine Pläne auf Eis und kam erst jetzt dazu, seine Songideen zu realisieren.

Die Titelzeile des Songs „Send Me An Angel“ zum Beispiel hat Morton Harket bereits 1998 aufgeschnappt – am Strand von Jamaica. Eine gewisse Tanja soll sie ihm vorgesungen haben...„Sie war die Bedienung in einem Restaurant. Wir sind ins Gespräch gekommen. Sie war musikalisch und sie war interessiert an Songwriting und so. Sie hat mir diesen Refrain vorgesungen.“

Jamaikanische Wurzeln kann auch das Titelstück der neuen CD von Morton Harket vorweisen, obwohl es doch „Letter from egypt“ heisst. Der Background Gesang ist bei Bob Marley und seinem „No woman no cry“ abgeschaut. Aber allen Anleihen zum Trotz, „Letter From Egypt“, die neue Solo-CD von Morten Harket ist ein feines, sehr eigenständiges Werk der Kategorie Songwriter-Pop geworden - Und den Aha-Effekt gibt's inklusive!

Veröffentlichung: 30.Mai 2008

www.morten-harket.com

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