Cyndi Lauper - Bring Ya To The Brink

Eines ist klar, „She's So Unusual“, diese Cyndi Lauper. Mit “Bring Ya To The Brink”, dem 10. Studioalbum, singt die 55-Jährige ihre Fans und Kritiker tatsächlich an den Rand bzw. an die Wand, denn sowas hätte man ihr doch nicht zugetraut. Eine waschechte Rockgöre kokettiert mit Disco-Dancefloor-Pop, Cyndi Lauper singt zu eingängigen, perfekt produzierten Beats. Man erinnere sich an Cyndi in den 1980er-Jahren. Eine junge Frau mit blonden, auftoupierten Haaren und verwirrenden Outfits, einer irren, quietschigen Stimme, die eine ganzen Generation mit Songs wie „Girls Just Want To Have Fun“, „Time After Time“, „She Bop“ und „I Drove All Night“ zum Mitträllern und Tanzen brachte. Das New Yorker-Girlie kreischte sich rockig durch die Clubs und eine jede Hitparade hoch. Und jetzt das. Fünfundzwanzig Jahre nach ihrem Debüt erscheint das 10. Studio-Album - eine Scheibe ohne Rock'n'Roll, dafür voller Disco-Beats. Was soll man dazu noch sagen? Wir schlagen vor: „Toll!“

Mit „Bring Ya To The Brink“ schlägt Cyndi tatsächlich neue Töne an und beweist. Diese Frau ist mit ihren 55 Jahren auf dem Buckel noch immer ein heisses Eisen, das keine Angst davor hat, am Puls der Zeit zu zaubern. Das Ganze geht natürlich nicht ohne Unterstützung. Die 80er-Jahre-Ikone wurde bei den Arbeiten am neuen Album von berühmt-berüchtigten Dance-, House- und Electro-Künstlern wie Digital Dog, Basement Jaxx, Scumfrog, Dragonette, Axwell und Kleerup fit getrimmt. Und, nein, Timbaland war zur Abwechslung mal nicht dabei. Doch das Album ist auch so gelungen, die Intension der Songs klipp und klar. Montiert die Disco-Kugel, schwingt den Allerwertesten auf den Dance-Floor und zwar schön subito, gefälligst.

Veröffentlichung: 1.August 2008

www.cyndilauper.com

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