Marit Larsen – If A Song Could Get Me You

Aus dem hohen Norden Norwegens kommen einmal mehr warme Sommerklänge einer sanften Frauenstimme. Doch die 26 jährige Marit Larsen ist keinesfalls eine typische Newcomerin, die vom aktuellen Hype der weiblichen Singer-Songwriterinnen profitieren will. Bereits in den Neunzigern gründete Marit Larsen mit ihrer Freundin Marion Raven das Pop-Duo M2M. Als Gitarristin und Sängerin konnte sie innert Kürze einige Erfolge in Norwegen und den USA feiern. Nach einer rasanten Karriere löste sich die Band im Jahr 2002 wieder auf und es wurde still um die Mädchen. Doch gerade eine solche Auszeit scheint das Richtig gewesen zu sein: Das norwegische Teenie-Idol kehrte 2006 als erwachsene Frau zurück und startete mit dem Album „Under The Surface“ eine beeindruckende Solokarriere. Während Marit Larsen in ihrer Heimat drei Nummer-eins-Hits landete und bei den MTV Europe Music Awards den Preis für die beste norwegische Künstlerin erhielt, blieb es im Resten von Europa still um ihr Talent. Im Oktober 2008 erschien das zweiten Album mit dem Titel „The Chase“, das die ersten Erfolge nochmals übertrumpfen konnte und einen neuen, Rekord schaffte: Der Ohrwurm „If A Song Could Get Me You“ harrte länger als jeder andere Song zuvor auf dem ersten Platz der norwegischen Charts aus und stiess Platzwärmer Robbie Williams vom Thron.

Die Zeit, sich in weiteren Teilen Europas zu etablieren, ist gekommen - und bis anhin ist es auch gelungen. Die Single „If A Song Could Get Me You“ ist direkt auf Platz 14 der Schweizer Charts eingestiegen. Nun erscheint für die Schweiz, Österreich und Deutschland ein gleichnamiges Album, in dem Marit Larsen die 13 besten Songs ihrer beiden bisherigen Longplayer vereint. Neben den bereits erfolgreichen Hitsingles befinden sich freche Songs wie „Ten Steps“ und verträumte Balladen wie „Poison Passion“ auf dem „Best Of“ und sorgen für Abwechslung. Kein Wunder, denn mit der sanften Stimme und dem Talent an Gitarre, Klavier, Mandoline und Harmonika tüftelt Marit Larsen bis zur Perfektion an ihren Songs. Neben dem typischen Radio-Pop fanden somit auch Country-, Folk- und Klassik-Einflüsse ihren Platz und schafften aus der ansonsten flachen, melancholischen Mädchenmusik ein vielseitiges Album. Lenka, Maria Mena, Colbie Caillat, A Fine Frenzy... Sie alle haben das Prinzip des bezirzenden, weiblichen Soft-Pop-Gesangs verstanden und bereits erfolgreich durchgesetzt. Aber auch Marit Larsen kann mit ihrer zweiten Karriere und einem erwachsenen Image überzeugt von der grossen Liebe und den quälendem Liebeskummer berichten.

Veröffentlichung: 14.8.2009

www.maritlarsen.com

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