Saint Lu - Dont Miss Your Own Life

Sie ist ein Orkan und hat eine Stimme wie die Sängerinnen in den grossen Zeiten des erdigen Rock'n'Rolls. Und mit ihrem Debüt-Album „Saint Lu“ steht die Österreicherin kurz vor dem Durchbruch im Nachbarland Deutschland. Und zwar nicht nur deswegen, weil die Newcomerin bei deutschen Festivals, wie dem SWR New Pop und dem Reeperbahnfestival in Hamburg aufgetreten ist. Auch die Radiosender, wie zum Beispiel Radio Pilatus oder MTV sind bereits auf die unverkennbare Stimme aufmerksam geworden und spielen ihre Debüt-Single „Don't Miss Your Own Life“.

Saint Lu singt seit sie acht Jahre alt ist. Ihre Stimme trainiert sie seit ihrem 14. Lebensjahr vor Publikum, das ihr bester Gesangslehrer war. Sie gründete ihre erste Band und zog bereits als Teenager mit selbstgeschriebenem Repertoire durchs Land. Es war schon immer Rockmusik, zu der sie sich instinktiv hingezogen fühlte. „Ich habe mich schon als Kind durch die gesamte Plattensammlung meiner älteren Schwester gehört. Bis ich 12 war, wusste ich nicht mal, dass es etwas anderes gibt als Rockmusik,“ schmunzelt sie. Nach der Matura ging es erstmal nach Austin, Texas, Erfahrungen sammeln. „Ich hatte damals zwei Koffer dabei“, erinnert sie sich. „In dem einen waren meine Klamotten, in dem anderen hatte ich mein Laptop und mein Musikequipment. Der war doppelt so gross.“ Nach ein paar Monaten, in denen sie kreuz und quer durch die USA reiste, zog es sie nach New York. Dort arbeitete Saint Lu mit befreundeten Musikern stetig ihre Song-Ideen aus.

Zurück zu Hause besuchte Saint Lu zunächst eine Schauspielschule, aber kurz vor der Abschlussprüfung wurde ihr klar, dass ihre Bestimmung in der Musik liegt. „Die wollten mich sowieso schon im ersten Jahr wegen meiner 'nicht normalen' Stimme raushauen.“ Also ging sie mit ihrer Band auf eigene Kosten ins Studio und nahm ein Demo auf, mit dem sie eine ganze Reihe von Produzenten beschickte. Darunter war auch Echo-Gewinner Patrik Majer (Wir sind Helden), der sie prompt nach Berlin einlud. Nach dem ersten Treffen mit ihm packte sie ihre Sachen und zog umgehend in die Hauptstadt.

Das war vor etwas über einem Jahr, und inzwischen haben Saint Lu und Majer ein ganzes Album im Kasten. Um möglichst nahe am 70er-Jahre Rocksound zu bleiben, bediente man sich der Virtuosität Peter Weihes (Eric Clapton, Chaka Khan, Rio Reiser). Es wurden keine Mühen gescheut, um das Beste aus Saint Lus Songs rauszuholen - Drums spielte Marlon Browden (John Scofield, Vernon Reid, Norah Jones), für die Keyboards besuchte man Christian Lohr (Joss Stone) in München, der einen ganzen Lagerraum voller Vintage-Keyboards besitzt. Für den letzten Schliff ging es ins Abbey-Road-Studio nach London, wo Bläser und Streicher unter der Leitung von Steve Sidwell (Seal, Pet Shop Boys, Robbie Williams), das Arrangement komplettierten.

„Zum ersten Mal ist alles genau so, wie ich es haben möchte“, so Saint Lu. „Jeder Ton, jedes Wort, alles ist so, wie ich es mir vorstelle. Ich musste keine Kompromisse eingehen.“

Veröffentlichung 20.11.2009

www.saintlu.com

Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.