Bundesgericht benachteiligt Schweizer gegenüber EU-Bürger

12. Juni 2015, 11:21 Uhr
Der Schweizer-Pass (Symbolbild)
© Bern.ch

Schweizer Bürger sind beim Nachzug von ausländischen Familienangehörigen weiter schlechter gestellt als EU-Bürger. Das Bundesgericht fügte sich dem letzjährigen Entscheid des Parlaments und verwehrte einem Schweizer den Nachzug seiner bosnischen Mutter. Bei Schweizern sei diesbezüglich das Asländergesetz massgebend, bei EU-Bürgern das Freizügigkeitsabkommen. Das Problem wird „Inländerdiskriminierung“ genannt. Die Richter argumentierten, sie seien nicht zuständig das Ausländergesetz entsprechend anzuspassen. Das Bundesgericht hofft jetzt auf eine parlamentarische Lösung der „Inländerdiskriminierung“.

veröffentlicht: 13. Juli 2012 16:38
aktualisiert: 12. Juni 2015 11:21