Teuer bezahlt

Zuger siegen in hart umkämpfter Partie mit 4:2

Tobias Hotz, 14. April 2021, 06:29 Uhr
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday

Der EVZ gewinnt das erste Spiel in der Viertelfinal-Serie gegen Bern mit 4:2. Die Zuger mussten den Sieg mit den Ausfällen von Raphael Diaz und Yannick-Lennart Albrecht teuer bezahlen. Das Spiel zeigte vor allem eines – die Serie wird hart umkämpft werden.

Viel wurde vor dem ersten Spiel spekuliert. Wie schnell sind die Zuger nach der einwöchigen Wettkampfpause bereit? Sind die Berner im Vorteil, da sie durch die Spiele in den Pre-Playoffs bereits im Playoff-Modus sind? Und wie gehen die Zuger mit dem Druck um, dass der Titel fast ein Muss ist?

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Eigentlich hätte die überragende Qualifikation des EVZ (neuer Punkterekord) gereicht, um diese Fragen zu beantworten. Doch es schien so, als hätten sich die Zuger vorgenommen, diese Fragen in den ersten Playoff-Minuten gleich selbst zu beantworten. Als wollten sie zeigen: Das beste Team der Qualifikation bleibt auch in den Playoffs das beste Team.

Schneller im Playoff-Modus geht nicht

Es dauerte keine 40 Sekunden, bis der beste Passgeber der Qualifikation, Jan Kovar, mit Dario Simion einen der besten Torschützen der Qualifikation fand und es 1:0 für die Zuger stand. Die kurz darauffolgende Strafe gegen Berns Neuenschwander unterstrich die Dominanz von Zug noch weiter. Mehrmals waren die Zuger nahe am 2:0. Doch genau dieses Powerplay zeigte, wie schnell das Momentum kippen kann und wie abgezockt die Berner Mannschaft ist.

Jan Neuenschwander machte sich von der Strafbank direkt auf in Richtung von Leonardo Genoni und erzielte den Ausgleichstreffer. Es war der erste Schuss auf das Tor von Genoni. Diese Berner Effizienz könnte der grosse Stolperstein für eigentlich überlegene Zuger in dieser Serie werden

Zuger Führung nach erstem Drittel

Dass auch die Zuger eiskalt vor dem Tor sein können, zeigte der Rest des ersten Drittels. Die Berner waren spielbestimmend und kamen zu mehreren guten Gelegenheiten. Doch gingen die Zuger mit einer Führung in die erste Drittelspause. Wiederum war es Dario Simion, der im Slot auftauchte und Tomi Karhunen ein zweites Mal keine Chance liess.

Special Teams bringen Differenz

Das zweite Drittel war geprägt von zwei spektakulären 4-gegen-4 Phasen. Innerhalb von wenigen Sekunden gab es auf beiden Seiten Schüsse ans Gehäuse. Beide Teams versuchten im Hinblick auf den restlichen Verlauf der Serie Aggressivität und Kampfbereitschaft zu zeigen. Praktisch jede Spielunterbrechung wurde durch einen verbalen – und auch tatsächlichen Faustkampf überbrückt.

Auf der Anzeigetafel bewegten sich die Teams im Gleichschritt. Zuerst waren es die Zuger, die ihr drittes Powerplay zu ihrem zweiten Überzahltreffer nutzten. Diesmal assistierte der überragende Jan Kovar dem Zuger Flügel Carl Klingberg. In der 36. Minute brachte der Berner Colin Gerber seine Farben mit einem satten Schuss zurück ins Spiel. Die Berner verpassten anschliessend in Überzahl den Ausgleichstreffer.

Bern kommt – Zug trifft

Dass die Serie für den Qualifikationssieger kein Selbstläufer wird, zeigte sich auch im letzten Drittel. Die Berner bissen sich im Zuger Drittel fest. Zufall und dem Zuger Schlussmann Genoni war es zu verdanken, dass die Berner in dieser Phase nicht den Ausgleich gegen verunsicherte Zuger erzielen konnten. Die Zuger begruben die Berner Hoffnungen, wie dies ein Spitzenteam eben tut. Mitten in der Berner Druckphase vollendete wiederum Carl Klingberg einen blitzsauberen Konter zur Zuger Zwei-Tore-Führung.

Der Sieg gibt dem EVZ die Gewissheit, dass ihr Spiel auch gegen stark auftretende Berner zum Erfolg führt. Mit den Ausfällen von Captain Diaz und Center Yannick-Lennart Albrecht mussten die Zuger den Sieg jedoch teuer bezahlen.

Bereits am Donnerstag um 20:00 Uhr geht es in Bern mit dem zweiten Spiel weiter. Mit PilatusToday bist du live dabei.

Quelle: PilatusToday / sda
veröffentlicht: 13. April 2021 19:35
aktualisiert: 14. April 2021 06:29