Barrage gegen Schaffhausen

Zahlen und Fakten: Was für und gegen Luzern spricht

Tobias Hotz, 26. Mai 2022, 13:09 Uhr
Vieles, aber nicht alles, spricht in der Barrage für den FC Luzern.
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Mit dem FC Luzern und dem FC Schaffhausen treffen in der Barrage zwei Teams im Aufwind aufeinander. Die Luzerner gehen dabei als die klaren Favoriten in die beiden Entscheidungsspielen. Doch der FC Schaffhausen hat einen Stürmer in den eigenen Reihen, der gegen den FCL schon häufig Grund zum Jubeln hatte.

Die Barrage bedeutet normalerweise, dass ein Team mit einem Hoch auf ein Team in einem Tief trifft. Nun kämpfen aber in der Barrage zwei Teams, die mit dem bisherigen Jahresverlauf zufrieden sein können und die Verlängerung der Saison eher als Belohnung, denn als Strafe ansehen. Kein Team holte in diesem Jahr mehr Punkte (38) in der Challenge League als der FC Schaffhausen. Der FCL liegt mit 29 Punkten auf Platz vier der Rückrundentabelle der Super League.

Gibt es einen 29-Punkte-Fluch?

Die gute Punkteausbeute des FCL kann aber auch ein schlechtes Omen sein. In der Saison 18/19 wurde die Barrage in der Super-League wieder eingeführt. Seither ist genau ein Team aus der Super League abgestiegen. Im Frühling 2020 ging der FC Thun im Duell gegen den FC Vaduz als Verlierer hervor. Dies nach einer fantastischen Aufholjagd in der Rückrunde mit 29 Punkten. Genau wie der FCL. Positiv für den FCL: Mit Mario Frick steht der damals siegreiche Trainer mittlerweile in Luzern an der Seitenlinie.

Grosse Enttäuschung bei den Spielern des FC Thun nach der verlorenen Barrage vor zwei Jahren.

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Die vom Zuger Martin Andermatt und Hakan Yakin betreuten Schaffhauser haben in der Schlussphase der Meisterschaft nur eine von zwölf Partien verloren und in der letzten Runde mit dem nach Rückstand gewonnenen Match bei Lausanne-Ouchy noch den FC Aarau in der Tabelle überholt.

Die Chance auf die Rückkehr in die Super League 15 Jahre nach dem letzten Abstieg kommt also für den finanziell schlechter als andere Challenge-League-Klubs gestellten FC Schaffhausen eher unverhofft. «Sie haben nichts zu verlieren. Im Verlauf der Saison haben sie sich immer weiter gesteigert", sagt der ehemalige FCL-Trainer Rolf Fringer. Die grosse Stärke der Schaffhauser Mannschaft sieht er in den beiden Stürmern Raul Bobadilla und Joaquin Ardaiz.

Ein Schaffhauser weiss, wo das FCL-Tor steht

Der ehemalige GC-, YB- und FCB-Spieler Bobadilla, der seit März für den FCS spielt, erzielte in nur zehn Partien fünf Treffer. Der FCL gehört zu seinen Lieblingsgegner. Sechs Tore erzielte in seiner Karriere bisher gegen die Innerschweizer. Nur gegen den FCZ traf er in seiner turbulenten Karriere öfter.

Raul Bobadilla war gegen den FCL häufig der Überflieger.

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Der FCL bekommt es mit einem ekligen Gegner zu tun. Das zeigte bereits das Duell im Cup-Achtelfinal, das der FCL mit 2:0 gewann. Doch wer den Schweizer Meister bezwingt, muss sich vor dem zweiten aus der Challenge League auf keinen Fall fürchten. Auch wenn dieser auf ein volles Stadion zählen kann. Ein volles Stadion mit zahlreichen FCL-Fans.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 26. Mai 2022 12:29
aktualisiert: 26. Mai 2022 13:09