ESAF

Diese Innerschweizer mischen die Favoriten in Pratteln auf

Shana Meister, 23. August 2022, 13:00 Uhr
Wer der Innerschweizer kann am ESAF in Pratteln brillieren?
© KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Während die einen den Thurgauer Samuel Giger als möglichen ESAF-Sieger sehen, tippen andere auf einen Berner Schwingerkönig. Im Kampf um den Königstitel möchten sich jedoch auch die Innerschweizer behaupten.

Mit dem Sörenberger Joel Wicki hat der Innerschweizer Schwingerverband ein mögliches Ass im Ärmel. Beim vergangenen Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest vor drei Jahren verpasste Wicki den Titel des Schwingerkönigs nur knapp.

Am ESAF 2019 in Zug stand Wicki im Schlussgang, verlor diesen jedoch gegen Christian Stucki. Wicki wurde Erstgekrönter, der Titel des Schwingerkönigs ging jedoch an Stucki und somit nach Bern. Trotzdem: An diesen Erfolg möchte er dieses Jahr anknöpfen: «Ich habe viel trainiert und investiert für diesen Wettkampf und kann nun nur hoffen, dass es gut kommt», so Wicki gegenüber PilatusToday und Tele 1.

Christian Stucki gewinnt im Schlussgang gegen Joel Wicki am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug.

© (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Aufgegeben hat Wicki nach dem ESAF 2019 nicht. Seither konnte er schon wieder einige Siege in die Innerschweiz holen. Diese Saison triumphierte er beispielsweise auf der Rigi bereits zum zweiten Mal. Durch Erfolge wie diesen rückt Wicki nun auch am ESAF 2022 in die Favoritenrolle. Druck mache er sich deshalb nicht. «Weil ich an den Schwingfesten immer wieder Favorit bin, gewöhnt man sich daran.» Er wolle nun eines nach dem anderen nehmen.

Weniger Druck für Reichmuth und Schuler

Geht es um die Topfavoriten des ISV fällt neben Joel Wicki auch oft der Name Pirmin Reichmuth. Der Zuger formuliert seine Ziele vorsichtig. «Ich möchte einfach das Beste geben und vorne mitschwingen können.» Fixe Resultate setze er sich keine als Ziel. In den letzten Jahren hat er sich mehrere Verletzungen zugezogen. «Dadurch muss ich dieses Jahr niemandem etwas beweisen und dies spüre ich auch», so Reichmuth.

In einer ähnlichen Lage befindet sich der Rothenthurmer Christian Schuler. Auch er erlitt in dieser Saison Verletzungen. «Der Fokus liegt nun etwas weniger auf mir als auf den anderen», so Schuler. Das ESAF in Pratteln fange für alle bei null an und er werde auch dieses Jahr alles geben.

Christian Schuler verspürt für das diesjährige ESAF weniger Druck von aussen. 

© KEYSTONE/Urs Flueeler

Ob Wicki, Reichmuth oder Schuler: Der ISV geht mit vielversprechenden Athleten ans ESAF in Pratteln. Schliesslich kommen noch Namen wie Sven Schurtenberger und Mike Müllestein dazu.

Die absoluten Top-Kandidaten kommen zwar nicht aus der Innerschweiz, so wie zum Beispiel der Thurgauer Samuel Giger, der Toggenburger Werner Schlegel oder der Berner Matthias Aeschbacher. Dies ist jedoch vielleicht genau der Punkt, der dem ISV zu Gute kommen könnte.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. August 2022 12:28
aktualisiert: 23. August 2022 13:00