Trophäen-Jagd

Ehemann schenkt ihr Jagd auf Giraffe – sie prahlt auf Facebook mit Tierherz

22. Februar 2021, 14:29 Uhr
Merelize van der Merwe posiert mit der Giraffe, die sie getötet hat.
© Merelize van der Merwe / Facebook
Zum Valentinstag gibt der Ehemann von Merelize van der Merwe über 2'000 Franken aus, damit sie ein unschuldiges Tier jagen kann. Auf Facebook posiert sie mit der getöteten Giraffe und hält das Herz des Tieres in die Kamera. Tierschützer sind empört.

Merelize van Der Merwe hat schon 500 Tieren das Leben genommen, darunter Löwen, Elefanten und Leoparden, wie die britische Zeitung «The Mirror» berichtet. Ihr Ehemann hat van Der Merwe zum Valentinstag die Jagd auf eine Giraffe ermöglicht. Die Hobbyjägerin hatte die Giraffe in einem Tierpark in Südafrika getötet.

Sie postete dann Fotos von ihr mit dem toten Tier auf Facebook. Auf einem Bild hält sie das Tierherz wie eine Trophäe. «Haben Sie sich jemals gefragt, wie gross das Herz einer Giraffe ist?», schreibt van Der Merwe unter dem Bild. Es sei das «perfekte Valentinsgeschenk» und ihr Mann habe ihr «einen Traum erfüllt». Die Haut plane sie, als Teppich zu verwenden.

17 Jahre alt war das Opfer von van der Merwes.

© Facebook / Merelize van der Merwe

Jägerin verharmlost Tötung

Van der Merwe verteidigt ihre Taten, die Tötung würde Arbeit schaffen, den Tourismus ankurbeln und ausserdem hätten die Einheimischen eine Menge Fleisch bekommen.

Weiter behauptet van der Merwe, dass so «ein neuer Bulle übernehmen und neue starke Gene für die Herde liefern kann». In ihrer Welt seien es die Trophäen-Jäger, die solche Tiere schützen.

Tierschützer sind empört

Für die schrecklichen Aufnahmen und für die «gefährlichen» Aussagen hagelten wütende Facebook-Kommentare auf die Trophäen-Jägerin ein. Auch Tierschützer zeigten sich empört.

«Die Behauptungen der Trophäenjäger, sie seien um den Schutz der Wildtiere besorgt, sind höchst irreführend. Die Trophäenjagd ist weder ein Instrument zur Erhaltung der Wildtiere, noch trägt sie in nennenswertem Umfang zur Finanzierung der lokalen Gemeinden bei», sagte Dr. Mark Jones von der Born Free Foundation gegenüber «TheMirror».

Elisa Allen, von People for the Ethical Treatment of Animals (PETA): «Jemand, der ein anderes empfindungsfähiges Wesen tötet, ihm das Herz herausschneidet und damit prahlt, entspricht der Definition eines Soziopathen. Es ist Grandiosität, Serienmord und Blutrausch gepaart mit einem brennenden Verlangen, sich zu zeigen.»

(kmu)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 22. Februar 2021 14:29
aktualisiert: 22. Februar 2021 14:29