Toni's Zoo

Weitere Hitzewelle: Kein Problem für Pinguine und Co.

Shana Meister, 4. August 2022, 16:04 Uhr
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Quelle: PilatusToday / Marina Bühlmann

Tagen mit Temperaturen über 30 Grad gibt es derzeit immer wieder. Für viele Tiere werden diese Hitzewellen zum Stress. Wie aber kommen Zootiere damit klar? Wir haben im Toni's Zoo in Rothenburg nachgefragt und wurden überrascht.

Während viele Menschen unter der Hitzewelle leiden, geniesst die Mehrheit der Tiere im Tonis Zoo die hohen Temperaturen. In ihrem Ursprungsland herrschen oftmals genauso hohe, wenn nicht sogar höhere Temperaturen.

Flauschige Zweibeiner aus dem Süden

Viele Menschen verbinden Pinguine mit dem Südpol und dessen tiefen Temperaturen. Pinguine bevölkern jedoch die unterschiedlichsten Klimazonen – von der Antarktis bis zum Äquator. Die Brillenpinguine im Toni's Zoo haben ihren Ursprung in Südafrika und leben am Strand, erklärt Basil Stalder, Kurator des Toni's Zoo.

Falls die Zweibeiner sich trotzdem mal abkühlen wollen, steht ihnen ein Schwimmbecken, wie auch ein Schattenbereich zur Verfügung. Interesse zeigen die Brillenpinguine jedoch nur am Wasser.

Brillenpinguin im Toni's Zoo.

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Überlebenskünstler der Wüste

Trampeltiere sind wohl die, die mit der Hitze am besten klarkommen, meint Basil Stalder. Die Tiere sind im Stande, tagelang in der brennend heissen Wüste zu überleben – ganz ohne Wasserzufuhr. Ein durstiges Kamel kann in nur 15 Minuten bis zu 200 Liter Wasser zu sich nehmen und davon mehrere Wochen leben. Die Wasserreserve wird im Fettgewebe der zwei Höcker gespeichert. «Bei diesen Tieren müssen wir uns überhaupt keine Sorgen um Überhitzung machen», so Stalder. Im Winter halten sich die Tiere gerne in den geheizten Innenräumen auf.

Durch die Wasserreserven in den Höckern können Kamele tagelang ohne Wasserzufuhr überleben.

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Stück Heimat für Exoten

Die Freifluganlage in der Tropenhalle ermöglicht vielen exotischen Tieren ein heimisches Klima. In der freien Natur leben beispielsweise Papageien und Krontauben in den tropischen Regenwäldern. Das feucht-warme Klima wird im Toni's Zoo durch Sprühnebel imitiert. Dies bringt den Vögeln nicht nur ein Stück Heimat nach Rothenburg, sondern auch eine Abkühlung an heissen Sommertagen. Wird die Hitze dennoch zu viel, gibt es in der Tropenhalle ein automatisches Belüftungssystem.

Der natürliche Lebensraum der Krontaube ist der tropische Regenwald.

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Raubkatze aus dem Süden Afrikas

Für das schnellste Landtier der Welt stellen die hohen Temperaturen ebenfalls kein Problem dar. Mit vielen Bäumen und Sträuchern bietet Toni's Zoo den Geparden mehrere natürliche Rückzugsorte für heisse Tage, erklärt Basil Stalder. Im freien Lebensraum nutzt der Gepard die kühleren Morgen- und Abendstunden für die Jagd. Die Beute verzehrt die Raubkatze dann an einem Schattenplatz. So geniessen auch die Geparde Max und Moritz ihr Stück Rind unter den Bäumen des Zoos.

Im Schatten eines Baumes geniesst der Gepard Max sein Rindsstück. 

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Geparde lebten einst auf dem ganzen Kontinent Afrika wie auch auf einzelnen Teilen Asiens. Heute ist das Tier nur noch in Afrika, südlich der Sahara anzutreffen.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 4. August 2022 16:00
aktualisiert: 4. August 2022 16:04