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Stadtratswahlen Luzern: Biathlon-Fan mit einem Herz für die AHV – Anna-Sophia Spieler im Portrait

Stadtratswahlen Luzern

Biathlon-Fan mit einem Herz für die AHV – Anna-Sophia Spieler im Portrait

Peter Helfenstein, 28. März 2024, 16:28 Uhr
Will für die Jungfreisinningen in den Luzerner Stadtrat: Anna-Sophia Spieler.
© Anna-Sophia Spieler
Am 28. April wird der Luzerner Stadtrat neu gewählt. Wir stellen alle Kandidierenden mit einem Porträt vor. Für die Jungfreisinnigen möchte Anna-Sophia Spieler neu in die Stadtregierung einziehen.

Wo ist für Sie der schönste Ort in der Stadt Luzern?

Der Felsbergpark in meinem Wohnquartier Wesemlin-Dreilinden ist eine herrliche Erholungsoase mitten in der Stadt. Es ist grossartig, solch einen schönen Rückzugsort direkt vor unserer Haustür zu haben.

Womit haben Sie Ihr erstes Sackgeld verdient?

Im Gymnasium habe ich nach Schulschluss und am Wochenende jeweils das Schwimmbad geputzt. Zusätzlich habe ich bei Banketten im Service ausgeholfen.

An welches aussergewöhnliche Ereignis in Ihrem Leben erinnern Sie sich besonders gerne zurück?

Der Einzug in meine erste WG in der Stadt Luzern war ein besonderes Erlebnis für mich. Ich genoss es, zum ersten Mal vollkommen unabhängig zu sein und meinen eigenen Alltag zu gestalten.

Anna-Sophia Spieler war Gast in der Tele 1-Sendung Polit+

Quelle: Tele 1

Wo verbringen Sie Ihre Ferien?

Als leidenschaftlicher Biathlon-Fan versuche ich, jeden Winter einen Biathlon-Wettkampf zu besuchen. Besonders fasziniert mich der Frauen-Biathlon. Die Wettkämpfe sind stets aufregend und die Atmosphäre ist einfach fantastisch. Nicht zu vergessen sind die malerischen Austragungsorte, die den Veranstaltungen eine traumhafte Kulisse bieten. Abseits des Sports bietet sich die Gelegenheit, neue Kulturen und Menschen aus aller Welt kennenzulernen. Daher freue ich mich schon jetzt auf die Biathlon-Weltmeisterschaft 2025 in der Lenzerheide.

Wer ist Ihr Vorbild?

Mein Vorbild ist weniger eine einzelne Person, sondern vielmehr eine Kombination verschiedener Eigenschaften und Qualitäten, die ich mir zum Vorbild nehmen möchte. Für das Amt als Stadträtin ist es mir beispielsweise ein grosses Anliegen, dass ich immer ein offenes Ohr für die Anliegen und Bedürfnisse unserer Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner habe.

Verfügen Sie über ein geheimes Talent?

Wenn ich das verraten würde, wäre es wohl kein geheimes Talent mehr.

Wenn Sie einen Tag Königin der Schweiz wären, was würden Sie sofort ändern?

Ich würde die AHV retten.

Wie schätzen Sie die Arbeit der Luzerner Stadtregierung ein?

Wir Jungfreisinnigen sind aktuell nicht zufrieden mit der Arbeit des Stadtrats. Das Debakel um die Määs hat dies einmal mehr aufgezeigt. Zudem finden wir es befremdlich, dass man die Jungparteien von der Plattform «Dialog» ausschliessen will. Die Jungparteien leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass sich junge Personen für Politik interessieren und engagieren. Unter anderem aus diesen Gründen kandidiere ich für den Stadtrat.

Warum sollte die Luzerner Bevölkerung Sie wählen?

Ich möchte der Luzerner Bevölkerung eine junge und liberale Stimme im Stadtrat geben. Durch mein Studium in der Rechtswissenschaft, welches ich vor mittlerweile zwei Jahren abgeschlossen habe, habe ich gelernt, vernetzt zu denken und strukturiert an Probleme heranzugehen. Dies sind beides Fähigkeiten, die mir als Stadträtin helfen können. Ich bin der Auffassung, dass eine gute Stadträtin den Draht zur Bevölkerung haben muss. Nur so kann sie auf aktuelle Herausforderungen und Bedürfnisse eingehen.

Durch meine Erfahrungen in der Gastronomie- und Verkaufsbranche durfte ich viel über den Umgang mit Menschen lernen. Beim dem Sammeln von Unterschriften auf der Strasse ergaben sich immer wieder interessante Gespräche, aus denen ich direkt von den Anliegen unserer Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner erfahren habe. Als Geschäftsführerin der FDP Stadt Luzern bringe ich zudem die benötigten politischen und organisatorischen Fähigkeiten für das Amt als Stadträtin mit. Mit meiner Offenheit und meinem Engagement möchte ich dazu beitragen, die Bedürfnisse und Anliegen der Stadtluzernerinnen und -luzerner einzubringen.

Welches ist Ihre Wunsch-Direktion und welches Thema würden Sie dort priorisieren?

Jede Direktion hat spannende Themenfelder. Entsprechend bin ich für jede Direktion offen. Eine besonders interessante Chance wäre für mich die Umwelt- und Mobilitätsdirektion. Angesichts des Debakels rund um die Määs benötigt es dringend frischen Wind. Mit dem Durchgangsbahnhof und der damit verbunden langjährigen Baustelle sowie dem Verschwinden des Bahnhof-Parkings steht die Stadt Luzern vor Herausforderungen, die es anzupacken gilt.

Welches sind aus Ihrer Sicht die aktuell grössten Herausforderungen der Stadt? Nennen Sie drei.

Die drei grössten Herausforderungen sehe ich im Bereich Wohnraum, Digitalisierung und in der Mobilität.

Grünflächen oder genügend Parkplätze in der Stadt. Was ist für Sie wichtiger?

Mir sind sowohl Grünflächen als auch Parkplätze wichtig. Grünflächen dienen der Erholung und bieten Raum für Freizeitaktivitäten. In der Stadt Luzern sind wir privilegiert, da wir in unmittelbarer Nähe verschiedene Parks haben, die erstklassige Grün- und Erholungsflächen bieten. Gleichzeitig ist jedoch auch die Bereitstellung von Parkplätzen in der Stadt Luzern von Bedeutung.

Besonders ältere Generationen, aber auch Dienstleister wie Spitex oder Handwerker, sind dringend auf zentrale Parkmöglichkeiten angewiesen.

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 28. März 2024 16:28
aktualisiert: 28. März 2024 16:28