Luzern

Studentenverein bietet pro bono Rechtsberatung für junge Menschen an

Jan Fedeli, 4. November 2023, 06:15 Uhr
Pro bono Rechtsberatung: Diese Studierenden aus Luzern machen es möglich.
© zVg
Studenten der Rechtswissenschaft aus Luzern haben vor zwei Jahren den Verein «Legalis Consilium Luzern» zur kostenlosen Rechtsberatung von Studierenden und externen Personen gegründet. Der Verein soll den Studierenden die Möglichkeit geben, ihr erlerntes Fachwissen direkt in der Praxis anzuwenden.

«Die Idee unseres Vereins ist es, dass wir Menschen mit einfachen juristischen Fragen oder begrenzten finanziellen Mitteln juristisch beraten können», so Vorstandsmitglied und Präsident Jonas Hautle gegenüber PilatusToday und Tele 1. Auch für die teilnehmenden Studierenden der Rechtswissenschaft ergeben sich Vorteile: «Die Idee ist, dass Studierende schon während dem Studium eine Idee erhalten, wie man Rechtsfälle im Alltag behandelt. Sie sollen eine praktische Einsicht erhalten, wie es später im Berufsleben sein wird.»

Miet- oder Arbeitsstreitigkeiten als häufige Anfragen

Basierend auf ihren Fragen können interessierte Personen auf der Website des Vereins eine Anfrage mit den grundlegenden Punkten einreichen. Die meisten Fälle des Vereins umfassen kleinere juristische Fragestellungen wie Miet- oder Arbeitsstreitigkeiten. «Wir geben zum Beispiel Tipps, wie man richtig vorgeht, wenn bei der Übernahme einer Wohnung bestimmte Mängel wie Risse an Wänden oder Türen bestehen.» Im Gegensatz zu einem Rechtsanwalt erhält der Verein Legalis Consilium Luzern für seine Bemühungen keine finanzielle Entschädigung – das Team aus Studierenden betreibt ihre Tätigkeit als soziales Engagement.

«Das Ergebnis ist ein schriftliches Dokument, in welchem Ratschläge und allenfalls Hinweise zu weiterführenden Stellen gegeben wird», erklärt Hautle. Die Grenzen der Rechtsberatung sind den Anwälten vorbehaltene Fälle wie beispielsweise die Vertretung vor Gericht. Auch werden bestimmte risikobehaftete Rechtsgebiete bereits im Vorhinein ausgeschlossen, wie zum Beispiel strafrechtliche Fragestellungen. Pro Semester bearbeitet der Verein zwischen acht und zwölf Fälle.

Idee kommt aus St.Gallen

Die Idee der Rechtsberatung von Studierenden für Studierende gab es vorher schon: «Studierende der Universität St.Gallen haben solch ein Angebot als erster Verein eingeführt. Diese kamen dann auf uns zu und wir haben den Verein im Jahr 2021 gegründet und betreiben nun seit eineinhalb Jahren Rechtsberatung.»

Jonas Hautle würde sich wünschen, dass der Verein und dessen Angebot noch bekannter wird. Interessierte Personen mit einfachen juristischen Anliegen seien willkommen, ihre Fragen einzureichen.

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 4. November 2023 06:16
aktualisiert: 4. November 2023 06:16