Im Flachland

Jetzt geht es dem Schnee an den Kragen

Janis Schaller, 5. Dezember 2023, 14:28 Uhr
Die Strassen vom Schnee zu befreien, wird in den nächsten Tagen vermutlich nicht mehr nötig sein. Der Temperaturanstieg und der Regen dürften die weisse Pracht von selbst zum Schmelzen bringen.
© KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER
Fertig Schnee – zumindest für den Moment: Das Wetter schlägt um und lässt die weisse Pracht im Flachland bereits wieder verschwinden. Es sind zweistellige Temperaturen im Anmarsch. Doch was heisst das für die Pegelstände der Gewässer?

Nebst den Haustieren dürften sich auch viele Skigebiete und Wintersportler über den ersten grossen Schnee gefreut haben. Die verschneite Landschaft brachte einige tolle Bilder und Videos hervor. Doch damit ist bald Schluss, sagt Klaus Marquardt von MeteoNews im Gespräch mit PilatusToday und Tele 1.

Zweistellige Temperaturen im Flachland

Im Verlauf dieser Woche wird es wieder milder. Während sich die Temperaturen am Freitag noch um den Gefrierpunkt bewegen und zeitweise Regenschauer möglich sind, wird es am Wochenende sprunghaft wärmer.

Gemäss aktuellen Prognosen könnte es am Samstag bis zu 7 Grad geben, am Sonntag gar deren 10 Grad. Der Schnee im Flachland dürfte diesen Temperaturanstieg kaum überleben, sagt der Meteorologe.

Gewässer führen bereits viel Wasser

Schon der nasse November liess die Pegel in den Zentralschweizer Gewässer ansteigen. In der Reuss oder der Sarner Aa beispielsweise sind die Pegel im Vergleich zu Anfang November um 30 bis 50 Zentimeter gestiegen, wie man den Karten des Bundesamtes für Umwelt entnehmen kann.

Mit dem vielen Schmelzwasser könnte dies laut Klaus Marquardt zu Problemen führen. Am Wochenende würde die Hochwassergefahr aber noch überschaubar bleiben: «Die Lage hat sich fürs kommende Wochenende ein bisschen beruhigt und es ist mit wenig Niederschlag zu rechnen.»

Hochwasser muss beobachtet werden

Ändern könnte sich die Situation allerdings in der kommenden Woche: «Am Montag und Dienstag ist momentan Regen angesagt bei zweistelligen Temperaturen. Da geht es schnell, bis es den Schnee putzt», sagt der Meteorologe. Mit dem Schmelzwasser und dem warmen Regen dürfte einiges an Wasser zusammenkommen.

Ausschlaggebend ist laut Klaus Marquardt von MeteoNews aber auch die Schneefallgrenze. Würde diese über 2000 Meter steigen, werde es wirklich kritisch. Ansonsten könnten die Gewässer mit der Menge Wasser umgehen. Um aber genaue Vorhersagen bezüglich Pegelstände zu machen, sei es noch zu früh. Was hingegen klar ist: Der Schnee im Flachland wird vorübergehend verschwinden.

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 5. Dezember 2023 16:45
aktualisiert: 5. Dezember 2023 16:45