Grosse Übersicht

So viel zahlst du künftig in deiner Region für den Strom

Shana Meister, 6. September 2023, 07:03 Uhr
Strom wird teurer. Wie hoch die Aufschläge sind, ist in der Zentralschweiz unterschiedlich. Wir haben dir die Strompreise ab dem 1. Januar 2024 zusammengetragen. Hier eine Übersicht, auf was du dich einstellen musst.

Jeweils bis Ende August legen alle Energieversorger die Tarife für ihre Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung für das Folgejahr fest. Diese gelten für das gesamte Jahr 2024. Rund 18 Prozent mehr zahlen muss ein mittlerer Haushalt in der Schweiz im Vergleich zum laufenden Jahr, wie die Eidgenössische Elektrizitätskommission (Elcom) berechnet hat. Das macht gut 200 Franken aus.

In der Zentralschweiz müssen die Schwyzerinnen und Schwyzer mit dem höchsten Preisanstieg rechnen, in Nidwalden bleiben die Preise stabil.

Luzern

Kundinnen und Kunden von ewl müssen nächstes Jahr mit einem Preisanstieg von etwas mehr als 15 Prozent rechnen. Ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt bezahlt ab nächstem Jahr somit rund 16 Franken mehr pro Monat. Der Wasserstrom habe sich wegen einer Verknappung des Angebots aufgrund des trockenen Wetters verteuert, schreibt Energie Wasser Luzern (ewl) in einer Mitteilung. Der Wasserstrom-Anteil liege bei ewl bei über 65 Prozent.

Auch die CKW müssen den Strom im Monat durchschnittlich 5 Franken teurer verkaufen. Dies ist die Folge der höheren Tarife des Bundes und dem Preisanstieg der Netznutzung.

Nidwalden

Bei einem durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt führen die Mehrkosten des Bundes und der Netznutzung zu einer Preiserhöhung von zwölf Prozent. Nidwaldnerinnen und Nidwaldner bezahlen somit monatlich rund 8 Franken mehr. Trotz diesen Anpassungen zählen die Strompreise der EWN weiterhin zu den günstigsten in der Schweiz.

Obwalden

«Die Energiepreise für die Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung werden um durchschnittlich 13 Prozent gesenkt. Dies kompensiert die erhöhten Netznutzungspreise», sagt Thomas Baumgartner, Vorsitzender der Geschäftsleitung des EWO. Für die Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung bleiben somit die Preise auf das Jahr 2024 hin stabil.

Schwyz

Im Kanton Schwyz bezahlen die Kundinnen und Kunden ab nächstem Jahr 18,3 Prozent mehr für ihren Strom – das sind durchschnittlich rund 16 Franken mehr. Die Preiserhöhung begründet das Elektrizitätswerk des Bezirks Schwyz (ebs) ebenfalls mit den steigenden Netzkosten sowie den noch immer steigenden Marktpreisen. Durch die Produktion von eigenem Strom konnte der Preisanstieg etwas abgefedert werden, so die ebs.

Uri

Auch EWA-energie Uri muss die Erhöhung der Kosten vom Bund und Swissgrid an die Kundinnen und Kunden weitergeben. Für einen durchschnittlichen Haushalt bedeutet dies monatlich eine etwas über 5 Franken teurere Stromrechnung – also rund fünf Prozent mehr.

Zug

Auch im Kanton Zug steigen die Strompreise ab dem neuen Jahr erneut an. Genaugenommen sind es rund 16 Prozent mehr, die der Durchschnittshaushalt bezahlen muss, was Mehrkosten von zirka 17.50 Franken pro Monat entsprechen. Wasserwerke Zug (WWZ) begründet den Anstieg mit den Kosten für die Stromreserve des Bundes sowie höhere Systemdienstleistungstarife.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 6. September 2023 05:48
aktualisiert: 6. September 2023 07:03